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Berliner
Kulturveranstaltungs-GmbH
International
anerkannte Kulturarbeit
in Berlin 1992 bis 2004
Seit ihrer Gründung im Jahre 1991 ist die landeseigene,
gemeinnützige Berliner Kulturveranstaltungs-GmbH (BKV)
Rechtsträgerin und Betreiberin von wichtigen, international
beachteten Veranstaltungsorten und Kulturprojekten in Berlin. Der Sitz
der Gesellschaft befindet sich im Podewil, Klosterstraße 68-70.
Für die Durchführung ihrer institutionellen Aufgaben
erhält die BKV jährliche Zuwendungen der Senatsverwaltung
für Wissenschaft, Forschung und Kultur.
Die Gesellschaft veranstaltet jährlich die „transmediale -
internationales medienkunstfestival berlin“ und ist über ihr
Projekt TanzWerkstatt Berlin maßgeblich beteiligt am
„Internationalen Tanzfest Berlin – Tanz im August“.
Die BKV betreibt das Podewil als Zentrum für aktuelle Künste.
Seit 1992 förderte und begleitete das Podewil viele junge
Künstler und freie Projekte beim entscheidenden Schritt in die
deutsche und internationale Öffentlichkeit. Mit der Schaubude
betreibt die BKV eine bundesweit anerkannte progressive Bühne
für Puppen- und Figurentheater. Bis zur Neugründung des HAU
gehörte das Theater am Halleschen Ufer als zentrale
Spielstätte der Freien Theater- und Tanzszene ebenfalls zur
Gesellschaft. In den letzten Jahren der BKV-Trägerschaft
profilierte es sich insbesondere im Tanzbereich und bot dank
verschiedener diskursiver Reihen auch theoretisch eine wichtige
Plattform für die Entwicklung Berlins zur Tanzstadt.
Über die institutionelle Tätigkeit hinaus ist die BKV als
Veranstalter profiliert und international bekannt. Sie führte seit
1992 eine Vielzahl von Festivals und kulturellen Projekten in eigener
inhaltlicher Verantwortung durch und sorgte dabei für eine
geeignete Drittmittelfinanzierung. Das erste „Live-Art-
Festival“ 1997, die „International Computer Music
Conference 2000“ oder das Performancefestival
„reich & berühmt“ 1996 bis 2003, um nur drei zu
nennen, waren nicht nur Publikumsmagneten, sondern brachten nachhaltige
Impulse für die avancierte Kunstszene Berlins.
Im Auftrag des Landes Berlin koordinierte und organisierte die BKV seit
1991 internationale Kulturaustauschprojekte mit Berliner und
internationalen Partnern. Bei allen internationalen Aktivitäten,
sei es im Austausch mit ost- und ostmitteleuropäischen
Städten wie Prag, Budapest, Sofia und Moskau, mit der
türkischen Metropole Istanbul oder westlichen Partnerstädten
Berlins wie Barcelona, lag ein besonderer Schwerpunkt auf der
Förderung der lebendigen und aktiven Begegnung zwischen den
Künstlern. Seit 1992 hat die BKV im Rahmen des Internationalen
Kulturaustausches mit rund 200 Veranstaltern und 300 Künstlern und
Ensembles zusammengearbeitet.
Eine Auswahl der Aktivitäten, die hier anschließt,
verdeutlicht die Qualität und Bedeutung der kulturellen
Tätigkeit der Berliner Kulturveranstaltungs-GmbH 1992 bis 2004.
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Förderung von
Künstlern und freien Produktionen
Seit ihrer Gründung bot die BKV eine Plattform für junge
Künstler. Sie wurden im Rahmen des artists-in-residence-Programm
im Podewil sowie durch Koproduktionen und Auftrittsmöglichkeiten
unterstützt. Für viele von ihnen bedeutete die
Unterstützung (Infrastruktur, Koproduktionsmittel,
Auftrittsmöglichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung)
durch die BKV den entscheidenden Schub für ihre internationale
Karriere. Nicht wenige fungieren auf ihren weltweiten Tourneen als
kulturelle Botschafter der Stadt Berlin. Einige Beispiele seien hier
(alphabetisch) genannt:
Tetsuo
Furudate (Japan) - Noisekünstler, Komponist
erster Auftritt in Berlin am Podewil 1998, weitere Produktionen 2001,
2002 und 2003
artist-in-residence 2003, entwickelte seine ersten
Musiktheaterproduktionen am Podewil
2004 Preisträger der "Dresdner Tage der Zeitgenössischen
Musik"
erhielt vom DeutschlandRadio eine Produktion für 2006
Boris D. Hegenbart, Komponist & Elektroniker
artist-in-residence 1999
gilt heute als einer der interessantesten Experimentalelektroniker;
Festivalauftritte in Österreich, Deutschland, Japan u.a., Projekte
mit Christina Kubisch, zeitkratzer u.a.
Rupert Huber
& Sam Auinger (A), Komponisten & Elektroniker
Erste Auftritte in Berlin am Podewil in Kooperation mit dem DAAD 1997
artists-in-residence 1998
gefragte Gäste von internationalen Experimentalmusik-Plattformen
u.a. Wiener Festwochen, Ars Electronica Linz, div. Projekte in New York
Hans-Werner
Kroesinger, Regisseur
artist-in-residence 1998
Produktionen am Podewil 1996, 1998, 2000, 2001
heute der markanteste und bekannteste deutsche Vertreter des
dokumentarischen Theaters
Christof
Kurzmann/Martin Brandlmayer - Komponisten, Musiker, Elektroniker
artists-in-residence 2002
erstes gemeinsames Projekt 2000 in Berlin am Podewil, das die Wiener
Musikszenen nach Berlin brachte, die heute zum Berliner Musikleben
gehören, weitere Produktionen 2002
angefragte Künstler renommierter Festivals wie MaerzMusik,
Donaueschinger Musiktage, Sonar, Barcelona u.a.
Xavier Le Roy
(F/D), Choreograph und Tänzer
erster Auftritt in Berlin 1995 im Rahmen von
„Körperstimmen“ am Podewil
artist-in-residence 1996-2001
der Choreograph, Tänzer und Molekularbiologe ist heute gefragter
Gast bei allen internationalen Festivals des zeitgenössischen
Tanzes (Spring Dance Festival Utrecht, Festival d’Avignon,
Steirischer Herbst, Kunstenfestival des Arts Brussels, Capitals
Lissabon etc.)
René
Pollesch, Autor und Regisseur
erste Regiearbeit in Berlin am Podewil 2000 (nach fünf Jahren als
Theaterautor ohne eine einzige Aufführung seiner Stücke)
seit 2001 Leiter des Prater der Volksbühne Berlin
Stefan Pucher,
Regisseur
artist-in-residence 1997
danach Regiearbeit am TAT Frankfurt/Main, Theater Basel, Schauspielhaus
Zürich, Prater / Volksbühne Berlin, Einladung zur Dokumenta X
in Kassel sowie zum Berliner Theatertreffen
Jochen Roller,
Choreograph
erste Berlin-Auftritte des Hamburger Choreographen 2000 am Podewil
Koproduktionen am Podewil 2000-2003
heute Produktionen am HAU, Kampnagel Hamburg, Tourneen deutschlandweit
Sasha Waltz,
Choreographin
erste artist-in-residence am Podewil 1995
heute eine der markantesten Gestalten der deutschen Tanzszene,
künstlerische Co-Leiterin der Schaubühne am Lehniner Platz
Helena
Waldmann, Choreographin und Regisseurin
artist-in-residence 2000
Koproduktionen 1998, 1999, 2000
Regiearbeiten in Frankfurt, Darmstadt, Luzern, Teheran (UNESCO)
Neben der Förderung
einzelner Künstler ermöglichte die
BKV die Gründung und Entwicklung von zahlreichen freien Projekten
und festen Künstlerformationen. Die erfolgreichsten seien hier
genannt:
Cheap
(international /D), interdisziplinäre Performancegruppe
gegründet von Marc Siegel am Podewil 2001
artists-in-residence am Podewil 2003
heute Produktionen am HAU Berlin, Gastspiele in Polen, Österreich
und Dänemark
Gob Squad
(GB/D), Live-Art-Performancegruppe
deutsch-britische Performancegruppe aus Nottingham
zum ersten Mal in Berlin 1997 am Podewil präsentiert
artists-in-residence am Podewil 2000/2001, Übersiedlung nach
Deutschland
heute eine der international gefragtesten Performancegruppen
Produktionen u.a. am HAU, am Prater Berlin, Kampnagel Hamburg
Kammerensemble
Neue Musik (KNM)
artists-in-residence 1997/98
dank mehrjähriger Modellförderung gemeinsam mit der
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie der
Akademie der Künste, entwickelte sich das KNM zu einem der
profiliertesten deutschen Ensembles für Neue Musik: eigenes
Festival an der Akademie der Künste, Konzerte im In- und Ausland,
Opernproduktionen (u.a. Münchner Biennale, Wiener Festwochen,
settembre musica Torino) und Gastspiele bei den bedeutendsten Festivals
Europas (u.a. Donaueschinger Musiktage, Festival d’Automne
à Paris, Wittener Tage für Neue Kammermusik)
zeitkratzer
(international/D), Kammerensemble
gegründet im Ergebnis einer einmaligen Zusammenarbeit der Musiker
am Podewil 1997
artists-in-residence 2001
heute gefragte Gäste vieler internationaler Festivals für
Neue Musik
Produktionen mit den Berliner Festspielen, Sasha Waltz & Company
u.a.
MOVE BERLIM -
Festival des zeitgenössischen brasilianischen Tanzes 2003/2005
Wagner Carvalho, Choreograph und Tanzvermittler aus Brasilien,
initiierte 2003 das erste Festival des zeitgenössischen
brasilianischen Tanzes in Berlin, welches sich der Vielfalt und Wurzeln
der jungen Tanzkultur abseits der Achse Rio-São Paulo widmete.
Mit großem Erfolg präsentierte das Festival am Theater am
Halleschen Ufer und am Hebbel-Theater hochkarätige Produktionen,
die die Vitalität und Kretivität der Szene nach den Jahren
der Militärdiktatur verdeutlichte. Die Berliner
Kulturveranstaltungs-GmbH übernahm in der Konzeptionsphase die
Trägerschaft des Festivals. Seitdem wurde die erfolgreiche
Zusammenarbeit ausgebaut und die BKV begleitete Wagner Carvalho bei
seinen weiteren Bemühungen um die Entwicklung des Austausches mit
der brasilianischen Tanzszene. Im Jahre 2004 folgte eine Koproduktion
mit einer der wegweisenden Gruppen, Cena 11, und Berliner Performern.
Die Produktion "Skinnerbox" wird im April 2005 bei dem zweiten Festival
des zeitgenössischen brasilianischen Tanzes zur deutschen
Erstaufführung kommen. Festivalorte sind diesmal das HAU mit allen
drei Bühnen, das Kino Arsenal und das Ibero-Amerikanische
Institut. Wieder einmal treten die BKV als Träger, der
Hauptstadtkulturfonds und die Regierung Brasiliens als Förderer
des Festivals in Erscheinung.
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Avancierte Festivals
und Veranstaltungsreihen
Die BKV hat erfolgreiche Festivals initiiert und Programmreihen
entwickelt, die nicht selten eine Vorreiterrolle in der Berliner
Kulturszene spielten:
Hofkonzerte
1992 startete die BKV im Hof des Podewil und im Hof der ehemaligen
Kreuzberger Schultheiss- Brauerei eine der ersten
Open-Air-Konzertreihen mit internationalen Klassik- und Jazz-Ensembles.
Die Konzertreihe lief bis 2000 mit großem Erfolg, danach wurde
die gewachsene Konkurrenz in der Stadt (Klassik Open Air, Museumsinsel
Festival etc.) spürbar.
Tangosommer
Als erster Veranstalter in Berlin startete die BKV im Sommer 1996 eine
internationale Tango-Konzertreihe open air im Hofgarten. Der
Tangosommer avancierte zum beliebten Treffpunkt der europäischen
Tangoszene. Internationale Spitzenensembles begeisterten das
jährlich wachsende Publikum, das Podewil war im Sommer eine
besondere Adresse in der Berliner Tangoszene.
Performancefestival
„reich & berühmt“
Das Performancefestival „reich & berühmt“, 1996 am
Podewil ins Leben gerufen, entwickelte sich aus dem Stand zu einem der
progressivsten Plattformen der nicht-institutionellen deutschsprachigen
Theaterszene. Künstler wie Stefan Pucher, René Pollesch,
Helena Waldmann, Claudia Bosse, Lindy Annis, Antonia Baer, Jochen
Roller u.v.a. erhielten Koproduktions- und
Aufführungsmöglichkeiten. Im Rückblick wird die
unschätzbare Bedeutung dieses Festivals für die
Popularität und Stärkung dieser Szene deutlich, die
gegenwärtig im HAU ein erstes festes Theater gefunden hat.
Körperstimmen
– Tanz und Performance International
1996 rief die TanzWerkstatt Berlin die internationale, experimentelle
Tanz-Performance-Reihe „Körperstimmen“ ins Leben.
„Körperstimmen“ regte durch die Förderung von
Koproduktionen, Workshops und work-in-progress-Projekten vor Ort die
Zusammenarbeit zwischen Berliner Tänzern und internationalen
Choreographen an. Neben dem „Tanzwinter“ am Hebbel-Theater
entwickelte sich die Veranstaltungsreihe zur wichtigen Plattform der
internationalen experimentellen Tanzszene, die sich bis dahin in Berlin
im Rahmen des Tanzfestivals „Tanz im August“ nur punktuell
präsentiert hatte.
MontagsMusik
Die Reihe Montagsmusik entfaltete seit 1992 ihre Wirkung als
kontinuierliche Plattform für thematische Projekte, die jeweils
neuesten musikalischen Entwicklungen und Tendenzen Raum gab. Hier
wurden „Väter der Avantgarde“ neben Newcomer gestellt
und musikalische Szenen zusammengeführt, die bis dato nicht in
gemeinsamen Kontexten präsentiert worden waren (Neue komponierte
Musik, Elektronik, experimentelle Musik, Klangkunst und Improvisation).
Zahlreiche nationale und internationale Künstler konnten
gefördert und zur Zusammenarbeit mit Berliner Künstlern
angeregt werden. Häufig waren Roundtable-Diskussionen integriert,
die die wegweisenden Zusammenkünfte theoretisch
unterfütterten. Herausragende Serien waren z.B. "Sampling Rage",
"zeitkratzer", "Rauschen", "Intonations - In selten guter Stimmung",
"WienBerlin", "Klangkrieg - avantpop" oder "Walls of Sound".
Musik-Festivals
Für ungewöhnliche Fragestellungen der zeitgenössischen
Musik wurden spezielle Festivalformate entwickelt. Besonders hilfreich
war hierbei die Kooperation innerhalb eines ausgebauten Netzwerkes mit
Partnern wie DAAD, Wiener Festwochen, ZKM Karlsruhe, Berliner
Festspiele, Centre Pompidou, JazzFest Berlin, Berliner Gesellschaft
für Neue Musik, Initiative Neue Musik Berlin e.V., Freunde Guter
Musik Berlin e.V. u. a. Festivals wie "Pfeifen im Walde", "PipeLine",
"x-tract CHICAGO", "x-tract SCULPTURE MUSICALE", "Urban + Aboriginal",
„Stare über Berlin" oder "Buenos Aires – Berlin“
reagierten in theoretischen und praktischen Diskursen unmittelbar auf
aktuelle Musikentwicklungen, und dies in den unterschiedlichsten
Aufführungsformaten (audiovisuelle Konzerte, Performances,
Installationen, Lounges, Symposien und Workshops). Die
artists-in-residence fanden Gelegenheit, die Resultate ihrer
Arbeitsaufenthalte im Podewil zu präsentieren.
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transmediale und
TanzWerkstatt Berlin
transmediale
– internationales medienkunstfestival berlin
1998 übernahm die BKV die Trägerschaft des jährlichen
Medienkunstfestivals (damals noch unter dem Namen
„VideoFest“) vom privaten Trägerverein Mediopolis
e.V., um das Festival metropolenwirksam zu profilieren. Seither
entwickelte sich die transmediale in der behutsamen Trägerschaft
der BKV zur wichtigsten Plattform der Präsentation von Medienkunst
und der Reflexion über digitale Kultur in Europa. Besonders unter
der künstlerischen Leitung von Andreas Broeckmann erhielt das
Festival seit 2001 eine neue Dynamik und baute das Netzwerk seiner
Kooperationen in Deutschland und international flächendeckend aus.
Mit dem Wechsel des Veranstaltungsortes vom Podewil zum Haus der
Kulturen der Welt 2002 fand sich ein angemessener Rahmen für die
raumgreifenden Präsentationen und den gewachsenen Umfang des
Festivals. Dank der weit reichenden Förderung durch die
Kulturstiftung des Bundes ist die Finanzierung bis 2009 auf einem neuen
Niveau gesichert - ein wichtiges Signal auch für die vielen
Partner aus der Wirtschaft, die die transmediale seit Jahren
unterstützen.
TanzWerkstatt
Berlin / Internationales Tanzfest Berlin – Tanz im August
Die TanzWerkstatt Berlin, ein ständiges Projekt in
Trägerschaft der BKV, ist Mitinitiator und Co-Veranstalter des
Internationalen Tanzfestes Berlin – Tanz im August. Seit 1987
findet das Festival in Kooperation mit dem Hebbel-Theater bzw. seit
2004 mit dem Hebbel am Ufer (HAU) statt.
Unter der künstlerischen Leitung von André Thériault
und Ulrike Becker förderte die TanzWerkstatt Berlin durch ihre
stringente konzeptionelle Herangehensweise und konsequente Aufbauarbeit
viele junge Choreographen und Tänzer und verhalf ihnen damit zum
Durchbruch auf den europäischen Bühnen. Eine dauerhafte
Förderung des Tanzfestes durch die Senatsverwaltung für
Wissenschaft, Forschung und Kultur und den Hauptstadtkulturfonds schuf
eine gesicherte finanzielle Grundlage, dank derer das Tanzfest Jahr
für Jahr auf hohem künstlerischen Niveau stattfindet. Beweis
ist die kontinuierlich wachsende nationale und internationale
Aufmerksamkeit für das Festival und Berlin als Tanzstadt.
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International Computer
Music Conference und EXPO Länderwoche Berlin
Mit zwei besonderen Veranstaltungen trug die BKV zu den Feierlichkeiten
der Stadt anlässlich der Jahrtausendwende bei:
International
Computer Music Conference (ICMC) 2000
Die BKV richtete im Jahr 2000 den Weltkongress ICMC aus. Den Zuschlag
erhielt die sie in einem internationalen Wettbewerb, u.a. mit der Ars
Electronica Linz, von der International Computer Music Association. Die
Veranstaltung präsentierte in Vorträgen und Konzerten den
„State-of-the-Art“ des musikalischen Schaffens mittels
Computer an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. Die Veranstaltung fand
unter Leitung der BKV in breiter Kooperation von Berliner Kultur- und
Forschungseinrichtungen (Staatliches Institut für Musikforschung,
Staatsbibliothek, Podewil, TU Berlin, Akademie der Künste,
Philharmonie, St-Matthäus-Kirche, HdK Berlin, die Parochialkirche
u.a.) statt. Eine Projektförderung durch den Hauptstadtkulturfonds
und Sponsorenleistungen (Apple, Contrib.Net, GATE, Gravis, Hansa
Computer, IBM, Volkswagen Art Foundation, Yamaha u.a.)
ermöglichten eine erfolgreiche Ausrichtung, die eine
beeindruckende Strahlkraft auf das Musikleben der Stadt entfaltete.
Einmalig war die Konzeption eines Kontrastprogramms off-ICMC, die
Vertreter der Elektronikszene von Kalifornien bis Japan nach Berlin
brachte.
Länderschwerpunkt
Berlin bei der EXPO 2000 in Hannover
Die BKV gestaltete und koordinierte im Auftrag des Senats die
kulturelle Präsentation des Landes Berlin bei der EXPO 2000 in
Hannover. Die Länderwoche bot eine international beachtete
Plattform für die junge Berliner Kulturszene, wobei die Stadt als
dynamische Kulturmetropole facettenreich vorgestellt wurde.
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Berliner
Kulturaustauschprojekte
Seit 1991 koordiniert und organisiert die BKV internationale
Kulturaustauschprojekte mit Berliner und internationalen Partnern. Die
Veranstaltungsreihe "grenzenlos" wurde im Auftrag des Landes Berlin zur
Etablierung neuer Möglichkeiten des Kulturaustausches mit
Osteuropa ins Leben gerufen. In Zeiträumen von jeweils vier Wochen
bis zu vier Monaten wurden 1991 bis 1999 Kunst und Kultur
europäischer Metropolen in Berlin und umgekehrt das Berliner
Kunst- und Kulturleben in anderen europäischen Städten
vorgestellt. "grenzenlos" präsentierte in einem Netzwerk
verschiedener Institutionen, Organisationen und Vereine ein
breitgefächertes Spektrum des Kulturlebens: Literatur, Musik,
Theater, Tanz, Bildende Kunst, Film, Fotografie. Renommierte
Kultureinrichtungen und international bekannte Künstler
beteiligten sich ebenso wie Schulen, Universitäten und
Werkstätten. Symposien, Workshops und Künstlertreffen
ließen erkennen, in welchen Traditionslinien sich die Kultur der
Partnerstädte sieht und welche neuen, kreativen Prozesse sich
aktuell abzeichneten.
Im Auftrag des Landes Berlin (seit dem Jahr 1999 punktuell auch
für andere Auftraggeber) legt die BKV im Rahmen der
Kulturaustauschprojekte einen besonderen Schwerpunkt auf die
Förderung der lebendigen und aktiven Begegnung zwischen den
Künstlern. Mit rund 200 Veranstaltern und 300 Künstlern und
Ensembles hat die Gesellschaft im Rahmen des Internationalen
Kulturaustausches bisher zusammengearbeitet.
· grenzenlos. Berlin-Budapest (1990 in Budapest / 1991 in Berlin)
· grenzenlos. Prag-Berlin (1992 in Berlin / 1994 in Prag)
· grenzenlos. Sofia-Berlin (1993 in Sofia)
· USArts (1993 in Berlin)
· Festa Catalana (1995 in Berlin)
· Städtepartnerschaft Moskau-Paris-Berlin: Sinfonie der
Großstadt - Filmkonzert (1995 in Berlin)
· grenzenlos. Berlin in Moskau (1996)
· Sinirsiz - Istanbul'de Berlin (1997 in Istanbul)
· grenzenlos. Istanbul in Berlin (1998 in Berlin)
· grenzenlos. Berlín a Barcelona (1998 in Barcelona)
· Kulturtage der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland (2000)
· Kroatische Kulturwochen in Deutschland (2002).
· Kammermusik Werkstatt Paris-Moskau-Berlin (mehrere Projekte
1996 - 2003)
· Metropolenprojekt Berlin – Buenos Aires (2004)
· Urban Art Stories / Kopenhagen – Berlin –
Malmö (2004/2005)
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Kooperation mit
Berliner Projekten und Künstlern:
INM, Theater der Zeit, ZTB, KNM und Emmett Williams
Initiative
Neue Musik e.V. (INM)
Die Initiative Neue Musik e.V. (INM) wurde 1991 mit Unterstützung
des Berliner Senates gegründet, um die verschiedenen Interessen
der freien Szene im Bereich Neue Musik zu bündeln. Seit dieser
Zeit betreibt sie ihr Büro zum beiderseitigen Nutzen in
Kooperation mit der im gleichen Jahr gegründeten BKV in der
Klosterstraße. Die INM versteht sich als eine ästhetisch und
strukturell offene Institution, die seit ihrer Gründung bestrebt
ist, Arbeits- und Produktionsbedingungen in Berlin zu sichern und zu
verbessern. Hierbei war die BKV über die Jahre wichtiger Partner,
insbesondere in den 90er Jahren fanden z.B. viele durch die INM
geförderte Projekte Eingang in das Programm des Podewil. Als
regionaler Dachverband konnte sich die INM in den vergangen Jahren mit
den Förderschwerpunkten für Veranstalter, Ensembles,
Komponisten, Klangkünstler und Interpreten weiter profilieren.
Theater der
Zeit – Verlag und Zeitschrift
„Theater der Zeit“, die Zeitschrift für Politik und
Theater, gegründet 1946, neu konzipiert 1993, stellt die neuesten
Entwicklungen des deutschsprachigen und internationalen Theaters vor
und erscheint im gleichnamigen Verlag. Seit den 90er Jahren erscheinen
in diesem Verlag auch Bücher (Monographien zum
zeitgenössischen Theater, jährlich erscheinende
Arbeitsbücher und die Buchreihen Recherchen und Dialog). Der
Kooperationsvertrag mit der BKV regelt die unentgeltliche Nutzung von
insgesamt drei Büroräumen für den allgemeinen
Verlagsbetrieb sowie die Produktion des Tanzkalenders. Dieser
veröffentlicht alle zwei Monate alle wichtigen Tanztermine der
Stadt. Als Projektträger für den Tanzkalender hat die BKV
somit Anteil an einer gemeinsamen und kontinuierlichen
Öffentlichkeitsarbeit für den zeitgenössischen Tanz in
Berlin.
Zeitgenössischer
Tanz Berlin e.V. (ZTB)
Der Dachverband "Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V." (ZTB) ist ein
Zusammenschluss von Choreographen, Tänzern und Compagnien,
Tanzveranstaltern und Tanzinstitutionen. Er versteht sich als
Interessenvertretung aller, die in Berlin zeitgenössischen Tanz
produzieren und präsentieren. Seit 2003 existiert ein
Kooperationsvertrag mit der BKV, der es dem Verein ermöglicht, ein
Büro in der Klosterstraße zu betreiben. Darüber hinaus
stellt die BKV bei Bedarf weitere Räume für Veranstaltungen
kostenfrei zur Verfügung, denn der Verein arbeitet insbesondere an
der dringend notwendigen Erweiterung und Verbesserung der Produktions-
und Aufführungsmöglichkeiten für den Tanz in Berlin.
Kammerensemble
Neue Musik Berlin (KNM)
Ende der 80er Jahre von Studenten der Hochschule für Musik
„Hanns Eisler“ Berlin gegründet, gehört das
Kammerensemble Neue Musik Berlin heute zu den zu den stilbildenden
Ensembles für Musik der Gegenwart. Seit 1995 verbindet KNM und BKV
eine besondere Kooperationsbeziehung in wechselnden Formen.
Zunächst wurde das Ensemble auch künstlerisch begleitet und
gefördert, inzwischen steht die infrastrukturelle
Unterstützung im Vordergrund. Neben der traditionellen Konzertform
widmet sich das 11 Mitglieder umfassende Kammerensemble, das bei
größeren Projekten auch mit Gastmusikern und Dirigenten aus
aller Welt zusammenarbeitet, insbesondere experimenteller und
szenischer Musik sowie dem Musiktheater. Der Kooperationsvertrag von
2004 regelt die kostenlose Nutzung eines Probenraumes mit Flügel
und sichert damit die aufwändigen Vorbereitungsphasen für
diese Projekte kontinuierlich ab.
Emmett Williams
Emmett Williams, Überlebender des Fluxus, gestaltete aktiv einen
großen Teil der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts mit. Sein
Werk ist lebendige Geschichte und daher immer gegenwärtig, auch
wenn es sich oft auf die Vergangenheit bezieht. Der 1925 in den USA
geborene Künstler lebt seit einem DAAD-Stipendium 1980 in Berlin,
war u. a. Gastprofessor an der Hochschule der Künste Berlin. Seit
1995 stellt die BKV Emmett Williams in der Klosterstraße ein
Atelier zur Verfügung, in dem dieses Künstler-Urgestein sich
unangefochten seinem Alterswerk widmen kann.
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